Vor
Lee Sang-hae, Song Hey-jin

Chongmyo - Der königliche Ahnenschrein

Weltkulturerbe in der Republik Korea

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Art.Nr./ISBN: 9783803006561

Verlag: Wasmuth

Jahr: 2006

Einband: gebunden

Seitenzahl: 185

Sprache: deutsch

Medientyp: Buch

 

Lieferzeit 7-10 Werktage

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Produktinformationen "Chongmyo - Der königliche Ahnenschrein"

Andreas Eckardt, der die koreanische Kunst in Westeuropa bekannt machte, schrieb einst in seiner „Geschichte der koreanischen Kunst“: „Es ist nicht übertrieben (…) [herauszustellen], dass Korea vielfach die schönsten, oder sagen wir besser, klassischsten Kunstwerke Ostasiens geliefert hat, verschieden von der oft übertriebenen und manchmal verzerrten Kunstform Chinas und der manchmal zu gefühlvollen und zur Schablone ausgearteten Kunst Japans.” Dies zeigt sich vor allem in der Architektur des Königlichen Ahnenschreins in Seoul, der die Herrschaft der Yi- oder Choson-Dynastie (1392–1910) begründen und zu einer nach konfuzianischer Lehre idealen Gesellschaft beitragen sollte. Die Errichtung des Schreins war eine der ersten wichtigen Baumaßnahmen der Yi-Dynastie, die den Konfuzianismus als Staatsideologie propagierte. König T’aejo ließ 1395 im Zentrum seiner neuen Hauptstadt Hanyang den Kyongbok-Palast und rechts von ihm, im Osten, den Königlichen Ahnenschrein sowie links von ihm, im Westen, den Erd- und Getreidealtar erbauen. Denn es heißt im Buch der Riten, dass für einen König, der in seinem Palast nach Süden blickte, „zu seiner Rechten der Altar für die Erd- und Getreidegottheit und zu seiner Linken der Königliche Ahnenschrein liegen sollte“.

Nach konfuzianischer Lehre bedeutete Regieren mit dem Blick nach Süden, dem Gebot der Gerechtigkeit zu folgen. Aufschwung und Untergang eines Staates wurden mit „Existenz und Verfall des Königlichen Ahnenschreins und des Erd- und Getreidealtars“ umschrieben. Der Königliche Ahnenschrein: Chongmyo (aus chong: Grundlage, Ursprung, Vorfahr und myo: Schrein für Seelentafeln) beherbergt die Seelentafeln der Könige und Königinnen der Yi-Dynastie. Er ist der wichtigste Ort für die Ahnenriten, denen im Konfuzianismus höchste Bedeutung zukommt: Hier wird mit den königlichen Ahnenseelen Kontakt aufgenommen, sie werden mit Musik erfreut, Opfer werden dargebracht, d. h. den Verstorbenen wird wie Lebenden aufgewartet. Die Zeremonien finden heute am ersten Maisonntag jeden Jahres statt. König Sejong errichtete 1421 hinter dem Chongmyo die Halle des ewigen Friedens, die ebenfalls Seelentafeln von Königen aufnahm. Nach der Zerstörung des Ahnenschreins während des Imjin-Krieges wurde er von König Kwanghae 1608 in seiner heutigen Form mit den längs nebeneinander liegenden, nun zusammengehörenden Bauteilen Haupthalle und Halle des ewigen Friedens wiederaufgebaut. Das Bauwerk wurde nach chinesischem Vorbild errichtet, ist aber im Gegensatz zu den prunkvollen und komplexen Bauten der Ming- und Qing-Dynastien in Peking in Struktur und Dekoration von Maßhaltung und Verzicht gekennzeichnet. Bei der Tanch’óng-Bemalung wurde bei Farben und Mustern äußerste Zurückhaltung geübt. Auch die den Hof des Schreins definierenden Architekturelemente sind einfach gehalten. Seelenweg, Steinterrasse, Treppe und Einfriedung sind auf das Mindestmaß reduziert. Diese Gedrängtheit und Schlichtheit steigern noch die Erhabenheit des Königlichen Ahnenschreins.

Mit 56 SW- und 24 Farbfotos von Bae Bien-u und mehreren Plänen

 

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