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Baek-Un (Hg.)

Jikji (Chikchi)

Sammlung des koreanischen Seon-Buddhismus

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Art.Nr./ISBN: 9783936018356

Verlag: Angkor

Jahr: 2005

Einband: gebunden

Seitenzahl: 175

Sprache: deutsch

Medientyp: Buch

 

Lieferzeit 7-10 Werktage

50,00 € *
 
 
 
 
 

Produktinformationen "Jikji (Chikchi)"

Jikji ist das älteste Buch der Welt in beweglichen Metall-Lettern, knapp 80 Jahre vor der Gutenberg-Bibel entstanden. Jikji ist UNESCO-Weltkulturerbe und koreanischer Nationalschatz.

Jikji ist ein buddhistisches Werk voller Weisheit.

"Wer sich von der Grübelei befreien will, ist ein mit Baumwolle umhüllter Narr."Als Ji-Tong unter der Führung Gui-Jongs war, rief er eines Nachts plötzlich laut: „Ich bin schon zur großen Erkenntnis gelangt!“ Alle Anwesenden erschraken darüber. Am nächsten Tag versammelte Gui-Jong die Gläubigen, setzte sich auf seinen Platz und sagte: „Der Mönch, der gestern nacht laut geschrien hat: ‚Ich bin schon zur großen Erkenntnis gelangt!’, soll nach vorne treten. Ji-Tong trat vor und antwortete: „Das war ich.“ Gui-Jong fragte: „Welche Wahrheit habt Ihr erfahren, dass Ihr ‚Ich bin schon zur großen Erkenntnis gelangt!’ schreien musstet?“ Ji-Tong erwiderte: „Die Großmütter sind von Beginn an Frauen.“

Ein Mönch fragte Meister Su-San: „Es heißt, alle Buddhas seien aus dem Sûtra entstanden. Welches ist dieses Sûtra?“ Der Meister sprach: „Seid leise! Seid leise!“

[Aus dem Nachwort]

Der Autor Baek-Un [sein Meistername] Gyung-Han [sein Mönchsname] wurde 1298 in Gobu (Korea) geboren und trat schon früh in einen Tempel ein. Er reiste später nach China und Indien und galt nach seiner Rückkehr in Korea neben Tae-Go und Hye-Gen als bedeutendster Großmeister des Seon-Buddhismus. In einem Gedicht, das er kurz vor seinem Tod im Jahre 1374 im Tempel Chui-Am schrieb, heißt es: „Siebenundsiebzig Jahre habe ich gelebt/ Meine Rückkehr hat siebenundsiebzig Jahre gedauert! […] Ich besaß von Anfang an nichts/ Auch mein Herz hat keinen Ort, an dem es bleiben könnte.“

Baek-Un brachte die Sammlung seines chinesischen Meisters Seok-Ok nach Korea und bearbeitete und ergänzte sie. Darin befinden sich Lehrtexte, Gespräche und Briefe von indischen, chinesischen und koreanischen Großmeistern des Seon- Buddhismus, mit teils fragmentarischem Charakter. Das Jikji gilt als eine der wichtigsten Seon-Textsammlungen und ist für in der buddhistischen Übung Fortgeschrittene gedacht.

Das Buljojikjishimchyejojeol, so der vollständige Titel (etwa: „Erkennen des Buddha-Geistes durch die Übung des Seon“), wurde im Juli 1377 im Tempel Heng-Deok mit beweglichen Metalllettern in zwei Bänden gedruckt. Es ist das älteste in dieser Form hergestellte Buch der Welt und entstand bereits 78 Jahre vor der Gutenberg-Bibel. Der erste Band ist verschwunden, nur der zweite Band existiert noch. Collin de Plancy, der von 1888 bis 1891 das Amt des stellvertretenden französischen Botschafters in Korea innehatte und von 1896 bis 1906 als französischer Generalkonsul tätig war, war als eifriger Sammler alter Bücher ans Jikji gelangt. Es soll dann in Frankreich dem Antiquitätenhändler Henri Verver zugekommen sein, der es testamentarisch der dortigen Nationalbibliothek vermachte. Heute befindet sich das Original des zweiten Bandes also in der Bibliothèque Nationale de France.

Die Titelseite des Originals scheint später angefertigt worden zu sein. Teilweise wurden die Schriftzeichen, die wohl nicht deutlich genug waren, überpinselt. Der zweite Band besteht aus 39 Doppelseiten, nach heutiger Paginierung wären es also 78 Seiten. Eine Seite besteht aus 22 Spalten, geschrieben wurde senkrecht von oben nach unten. Die erste und die letzte Seite fehlen (sie wurden für unsere Ausgabe aus der Holzdruckversion ergänzt). Das Original hat das Format 24,6 x 17,0 cm. Es wurde hiermit erstmalig in eine europäische Sprache übersetzt.

Im Juni 1378 wurde eine Kopie im Tempel Chui-Am in Yeo-Ju xylographisch, also per Holzdruck, hergestellt. Von dieser Ausgabe sind in Korea noch beide Bände vorhanden. Der besagte zweite Teil des Jikji wurde im Jahre 2001 in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen. In Korea ist das Jikji als Nationalschatz Nr. 1132 klassifiziert.

 

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